Warum Guatemala
Guatemala ist ein Land der Gegensätze. Neben einer kleinen, sehr reichen Oberschicht gibt es eine Mittelschicht, die etwa 20 bis 25% der Bevölkerung ausmacht.
70% der Guatemalteken jedoch sind indigener Abstammung, das heißt direkte Nachfahren einer der über 20 Mayastämme.
Noch heute herrscht unter der indigenen Bevölkerung eine Analphabetenquote von im Schnitt 40%.
Die Quote bei den Frauen ist noch höher.
Gründe hierfür sind vielfältig. Fakt ist jedoch, dass vielen Kindern ein Schulbesuch nicht möglich ist. Häufig müssen in Guatemala schon kleine Kinder zum Unterhalt der Familie beitragen und arbeiten schon ab drei Jahren als Schuhputzer oder Andenkenverkäufer, Taschendiebe oder Autoputzer in den Strassen der größeren Städte. Auch auf dem Land müssen viele Kinder arbeiten, ohne in den Genuss einer Schulausbildung zu kommen. Zudem fehlen vielerorts Schulen oder Lehrer, oder die Anschaffung von Schuluniform und Unterrichtsmitteln stellt für die Familien ein unüberwindbares Hindernis dar.
Neben den äußeren Faktoren ist auch heute vielen Eltern die Bedeutung einer guten Schulausbildung für ihre Kinder nicht klar. Meist selbst Analphabeten befürchten sie den Verlust an Einkommen oder leben die Ihnen entgegengebrachten Zweifel der Gesellschaft aus, dass Kinder, die auf der Strasse leben, sowieso nicht richtig lernen können.
Trotz ihrer reichen Kulturen, haben die Indigenas immer noch weniger Möglichkeiten, Zugang zum Bildungssystem zu finden.
Das hat Auswirkungen auf die Entwicklungen im Lande, aber ganz besonders auch auf die Entwicklung der Kinder. Armut und Analphabetismus sind enorm und selbst in der märchenhaften Kleinstadt Antigua, dem touristischen Kleinod Guatemalas, noch deutlich spürbar.
QUÉ CHIDO e.V. möchte Kindern in den armen Gegenden Guatemalas die Möglichkeit geben, sich integral zu entwickeln, und Ihre Freude, Kreativität und kindliche Neugierde wiederzugewinnen, um sich auf den Weg in eine viel versprechende Zukunft zu machen.
